Mom@Work ! Spagat zwischen Business und Windeln!

Bist Du Mama und berufstätig?

Oder möchtest Du ein Baby und glaubst Du kannst in Deinem Job ohne jegliche Peinlichkeiten, Störungen etc. wie vorher glänzen?

Dann solltest Du weiterlesen…

Ich hab auch zu den Großmäulern gehört, die immer prahlten, dass ich mir genau einen Plan gemacht habe, wie es beruflich weitergeht, wenn ich ein Kind habe.

Die Theorie war ja auch super… Ich bin selbständig, kann von zu Hause aus arbeiten und wenn ich auswärtige Geschäftstermine habe, dann kommt Oma.

Super Plan.

Wie gesagt in der Theorie… In der Praxis wurde ich spätestens heute eines besseren belehrt…

Mein Sohn ist fast ein Jahr alt. Er ist schon sehr aktiv und die Zeiten in denen er vor sich hinglugsend im Bettchen lag, sind lange vorbei. Er hat meinen Laptop und das Telefon zu seinen persönlichen Feinden erkoren.

Seit neustem fängt er an schrill zu schreien, sobald ich den Hörer am Ohr habe oder sobald der Laptop an ist, wird systematisch darauf rumgekloppt oder der Stromstecker wird gezogen. Ich kann ihn ja schon verstehen, er weiß ganz genau wann Mami ihm nicht hundertprozentige Aufmerksamkeit schenkt. Doch so ganz ohne Rechner und Telefon lässt sich mein erarbeitetes Homeoffice nicht realisieren. Mittlerweile versuche ich Power-Working sobald er ein Mittagsschläfchen macht oder ich fahre zig Runden mit dem Auto bis er eingeschlafen ist und telefoniere dann meine Kunden ab.

Tief in meinem Inneren wusste ich ja insgeheim, dass es nicht so einfach sein wird wie meine romantischen Phantasien vor der Schwangerschaft. Doch die Hoffnung stirbt zu Letzt.

Der Schlafmangel und das ständige bereitstehen als Mutter rauben einem auch enorme Kraft. Doch heute wusste ich nicht, ob ich lachen oder im Boden versinken soll.

Ich habe alles straff geplant. Ich bin früh aufgestanden, bevor meine zwei Männer wach waren. So konnte ich duschen und hatte sogar die Zeit meine Haare zu föhnen und etwas Make up aufzulegen. Ich sah endlich mal wieder wie eine ernstzunehmende Geschäftsfrau aus. Mein Mann fing später an zu arbeiten, somit war sogar ein frischer Kaffee für mich noch drin. Ich habe Kaffee nie gemocht, aber spätestens nach den ersten Wochen der Geburt habe ich angefangen ihn zu lieben und er ist fast auf der gleichen Stufe wie mein Mann…aber nur fasst 😉 .

Seit Tagen hatte ich mal wieder einen Grund mein frisch gereinigtes Kostüm anzuziehen. So noch eine letzte Umarmung und einen Dicken Schmatzer.

Als mein Termin so ziemlich dem Ende zuging, fing mein Kunde an zu lachen. „Ich wollte mir nichts anmerken lassen, aber….“ Und zeigte auf meine Haare. Erschrocken griff ich mir an den Hinterkopf. In meinen langen Locken klebte ein Baby-Feuchttuch und dessen Inhalt an meinen Haaren fest. Der braune Inhalt ließ mich erstmal kurz erstarren ( man kann sich ja vorstellen, für was ich die braune Masse erst hiet) , doch es stellte sich heraus, dass mein kleiner Terrorist wohl versucht hat heimlich von Papi´s Toblerone zu naschen und dabei erwischt wurde. Nur anstatt ihm die klebrige Masse mit dem Feuchttuch aus dem Gesicht zu wischen und dann anschließend das Feuchttuch zu entsorgen, ließ mein Mann es liegen. Bei der Verabschiedung muss mein Kleiner es wohl irgendwie geschafft haben, es in meine Haare zu schmieren.

2,5 Stunden habe ich mich darauf konzentriert eine seriöse Businessfrau zu sein und ein gutes Geschäft zu machen. 2,5 Stunden wollte ich als ernstzunehmende Partnerin gesehen werden und nicht als Mami.

Aber mein „Mamidasein“ verfolgt mich bis in den Job.

Heute war es wirklich extrem, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann ich auf einem Termin war und z.B. nicht anstelle dem Stift ein Babyspielzeug aus meiner Handtasche gezogen habe.

Es stimmt wohl was man sagt. Man ist einfach immer eine Mama!

Ich gehe jetzt mal Haare waschen und dann esse ich die Toblerone von meinem Mann.

Strafe muss sein 😉 !

Eure Nic ❤

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2 Gedanken zu “Mom@Work ! Spagat zwischen Business und Windeln!

  1. Dominik schreibt:

    Nun, einen Gruß auf den Weg mitzubekommen, kann ja auch ganz witzig sein und einen zu ernsten Geschäftstermin etwas auflockern 😉
    Wenn der Rest des Gespräches sachlich und professionell lief, dann kann so was, in manchen Fällen sogar mal das Eis brechen. Wichtig nur, die Verunsicherung nicht anmerken lassen, sondern das ganze selbst als Anlass für einen kleine Erheiterung sehen und entsprechend als Sahnehäubchen mit verkaufen … „Hier zieht Sie keine gerissene Geschäftsfrau über den Tisch, sondern eine Frau mit Herz, bieten ihnen ein gutes Geschäft, bei dem alle Beteiligten eine Win-Win-Situation erleben sollen“. Zeig ruhig, dass Du Gefühle hast. Vielleicht ist es genau dann gut, wenn sich die gegnerische Partei im Vorteil fühlt und unvorsichtig wird, Du aber dann die Barbie als Joker ausspielen kannst, und den Versuch, Dich über Tisch zu ziehen, einfach umdrehst 😉
    Du weißt doch … „sie“ …. sind alle gleich … egal in welchem Alter und in welcher Position … ALSO hau rein und sie solche Kleinigkeiten als neue Palette in Deinem Repertoire der Verkaufstaktiken 😉
    Gerade im privaten Bereich … „ACH SIE SIND AUCH MUTTER ….“ hast Du bei Ihr gleich nen höheren Score … und bei ihm … das übliche … PLUS … aha, auch mit Kind kann eine Frau noch attraktiv sein, mmmhhh vielleicht könne meine das auch mal umsetzen …
    Die Männer mussten früher immer rasch lernen, wie flexibel ihr Rückgrat sein kann, wenn Du sie um den kleinen Finger wickelst …. ABER bei den Frauen hattest DU immer die potentielle Konkurrenzkarte mit einem Vorschuss-Minus … das fällt jetzt weg, wenn sie mitbekommt, dass, Du eine Leidensgenossin bist, die sogar noch arbeiten muss,

    so … und nun zum andern Thema … HOME OFFICE ….

    er ist DEIN KIND und er ist männlich … wer er nur männlich, hättest Du ihn rasch in der Spur, wo Du ihn haben willst, aber als Mutter, Dich bereits von ihm um den Finger wickeln lassen .. und das hat der kleine Mann schon verdammt früh rausbekommen … „die reagiert am besten bei Lautstärke und Hochfrequenz in BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄTA-Tonlage.
    In der Hinsicht, besteht Handlungsbedarf …

    Lass Dich von jemandem anrufen oder ruf jemanden an, mit dem /der du das zuvor absprichst und dann führe ein ruhiges Gespräch, …. Nicht privat, locker und spontan, sondern ruhig, sachlich und überlegt.
    Wenn Mr. Terror da zum halslosen roten Killerball, kurz vor dem Platzen wird, dann halt den Hörer zu und sag laut und direkt die Schlüsselworte RUHE JETZT!
    (geht ihm sonst wo vorbei)
    Dann: RUHE! … ICH BIN AM TELEFON! SONST MUSS ICH RAUS, DANN BIST DU ALLEINE!
    (auch dann wir der weitermachen … noch lauter … dann kommt die Aktionsphase …
    PACK IHN, … SCHAU IHM IN DIE AUGEN … !“ICH HAB RUHE GESAGT ! ICH MUSS TELEFONIEREN! WENN DU THEATER MACHST; DANN KOMMST DU IN DEIN ZIMMER BIS MAMA FERTIG IST … JE MEHR DU SCHREIST, UM SO LÄNGER DAUERT ES; BIS ICH FERTIG BIN UND ZEIT FÜR DICH HAB! … und mit den Worten geht es dann ab in sein Zimmer … irgendwo hin. wo er nichts kaputt machen kann und nicht weg kann … dann wieder raus und weitertelefonieren … (bei den ersten paar Mal am besten abgesprochene Anrufe … und dann nicht zu lange alleine lassen) dann weiß er, es gibt keinen Grund zur Panik, Du kommst wieder, aber er hat mit seinem Schreien nicht seinen Willen durchsetzen können, sondern ist sogar weiter von Dir weg gewesen, als wenn er die Klappe gehalten hätte und zugehört hätte, was Du da so sprichst …
    ICH WEISS … schwer für MAMA ROSA …aber so lernt er, dass er nicht immer im Mittelpunkt stehen kann und dass es negative Folgen haben kann, wenn man sich nicht unter Kontrolle hat und mit aller Macht seinen Willen durchdrücken will.
    Wie gesagt, das wird nicht leicht, aber da musst Du härter werden! Nicht nur für Dich, damit Du mehr Zeit für Deine Arbeit hast, sondern auch für Ihn, wenn er Disziplin lernt, und dass man nicht immer alles auf einmal haben kann.
    Der kleine Mann will einfach mal austesten, wie er Dich am besten steuert und das hat er ja schon zu gut begriffen … jetzt muss er merken, dass er auf die Arbeit (TELEFON und LAPTOP) nicht eifersüchtig sein muss, aber dass die eben zu bestimmten Zeiten, wenn Mami mit einer seriöseren Stimme telefoniert, Prio1 haben ..
    Nach dem 2 oder 3. Mal solltest DU ihm auch erklären, dass Mami gerne mit ihm spielen würde, aber dass auch sie nicht immer frei entscheiden kann und arbeiten muss und dass es um so länger dauert, je mehr er schreit. Und wenn er nicht schreit und schön mit seinen Sachen spielt, dann ist Mami viel schneller fertig und wieder für ihn da … außerdem hat sie dann bessere Laune, ist nicht genervt und ist lustiger drauf und macht dann so tolle Dinge wie eine heiße Schokolade oder einen frischen Pudding oder …

    Psychologische Kriegsführung nennt es das Militär
    Taktik der Erziehung bei Piaget 🙂
    Bon Chance!

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    • glamfamwoman schreibt:

      Lieber Dominik dieser Kommentar war herrlich . Danke für Deine Zeit . Das ein oder andere haben wir mittlerweile auch schon versucht , aber eins muss ich sagen, als Single war ich tough und knallhart. Dieser kleine Mann hat Gehirnwäsche mit mir betrieben hahaha ich bin ein ganz anderer Mensch hahahaha

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