Wenn Mami’s gegen Grippeviren und schlechtes Gewissen kämpfen!

Seitdem ich Mami bin, hat mein Körper ein Immunsystem entwickelt wie eine Kampfmaschine. Ich wurde zum Glück von Krankheiten verschont…. Bis jetzt….

Alle Grippe-Attacken von Ehemann und Filius habe ich unbeschadet überstanden und hatte Kräfte mich um beide zu kümmern. Doch jetzt hat es mich umgehauen. Grippe! Oder schwere Erkältung oder was auch immer. Rotznase, Fieber und Gliederschmerzen haben mich überrannt. Schlimm genug! Aber viel schlimmer dieses schlechte Gewissen.

Kommen wir zu dem Punkt, den nur Mütter richtig nachvollziehen können. Ich habe es natürlich schon immer gehasst krank zu sein, ganz klar, wer nicht ?! Nur Früher habe ich mich in die Badewanne gelegt und danach ab ins Bett und Sex and the City oder andere Serien auf Dauerschleife geschalten und mich auskuriert. Jetzt allerdings sieht es anders aus…. Ich bin nicht mehr alleine und mein 1,5 Jähriger ist noch nicht wirklich verständnisvoll genug, um zu verstehen, dass Mami krank ist. Natürlich kann er es auch noch nicht verstehen und abgesehen vom Verständnis, er braucht seine Mama. Er braucht mich fürs Entertainment, für die Verköstigung, zum Tränchen trocknen,       für die Popo-Reinigung und ganz wichtig für den täglichen Bedarf an Liebe und Schmuseeinheiten. Mit Gliederschmerzen ist jedes Wickeln wie Leistungssport und das Türmchen-Bauen endete meistens damit, dass ich am Boden lag in mitten von Bausteinchen und mein Sohn versuchte einen Turm auf meiner Stirn zu stapeln. Natürlich kam dann wieder die „Böse-Mami“ raus und der Fernseher wurde eingeschaltet und die lieblings DVD eingelegt. Manchmal müssen eben die Minions Mami zur Hilfe eilen. Doch schon während ich endlich mich mal hinlegen konnte und mein Sohn für ein paar Minuten beschäftigt war, kam auch schon das schlechte Gewissen! Dieses eklige Gefühl, dass man gerade etwas schlechtes macht und versagt. Da hilft auch nicht die Bestätigung des Fieberthermometers, dass man eigentlich bereit wäre für den Tropf. Nein, nichts hilft. Im Gegensatz zu Fieberschüben die kommen und gehen, bleibt dieses blöde Gefühl, dass man seinem Kind gerade nicht gerecht wird. Es wird natürlich nicht besser, wenn das Kind plötzlich alle Spielsachen um einen herum aufbaut. Dieser kleine Wink mit dem Zaunpfahl „Hey Mami, Zeit zum Spielen. Ich hab schon mal alles vorbereitet!“

Also was ist schlimmer? Kranksein oder das schlechte Gewissen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das schlechte Gewissen ist.

Also ab in die Küche mit mir, einen Vitamincocktail im Mixer zubereiten und eine weitere Aspirin Complex zu mir nehmen. Und da kam mir wieder diese eine Werbung ins Gedächtnis… In der sich die Mutter krank melden möchte und der Tochter vor Schock alles aus den Händen fällt…. Ja, die Werbung hat schon viel Wahrheitsgehalt, aber eines vergisst sie…

Bitte entwickelt endlich eine Pille gegen schlechtes Gewissen 😂😂😂

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Eure Nic ❤

Ich war eine böse Mami…

Ja, Ihr habt richtig gelesen! Ich war „böse“! Sogar sehr böse…

Von dem Tag an als ich erfuhr, dass ich schwanger bin, habe ich angefangen wundervolle Pläne zu schmieden. Ich malte mir aus, wie wundervoll mein Tagesablauf sein wird mit einem Baby. Wie ich niedliche Schühchen kaufe und nur die besten und gesündesten Gerichte zubereiten werde. Ich wollte nie meine Geduld verlieren und alles besser machen als alle anderen.

Ja, ich hatte wundervolle Pläne!

Als mein Sohn dann endlich da war, lebte ich dann auch total meine Wunschvorstellungen, die ich in der Schwangerschaft hatte. Ich kaufte die süßesten Schühchen, Strampler und Deckchen. Ich liebte und liebe dieses Kind sogar mehr, als ich jemals zu träumen gewagt  hätte. Und ganz wichtig, kein  Schreien und Meckern konnte mich aus der Ruhe bringen. Meine Geduld war unendlich und ich fühlte mich wie die Königin der Mütter….

Ja, ich erinnere mich sehr gut an diese Zeit. Da musste ich auch nur mein Kind sicher betten und wusste, es wird nichts passieren.

Jetzt ist mein Sohn 1,5 Jahre alt. Er entdeckt die Welt, hat bereits schon eine eigene Meinung und eigenen Geschmack entwickelt und hat mir beigebracht, dass ein auch noch so harmlos aussehender Gegenstand zur größten Gefahr werden kann.

Rückblickend auf die letzten 1,5 Jahre  muss ich hin und wieder schmunzeln. Ich schmunzel über meine Vorsätze , die Verurteilungen die ich innerlich hatte , wenn ich andere Eltern sah, die entweder keine guten Vorsätze hatten oder gerade ganz kräftig dagegen verstoßen.

Ich war definitiv kein junges und naives Mädchen als ich schwanger war, doch schon nach 1,5 Jahren meines Mutterdaseins muss ich sagen, ich war sowas von naiv und leichtgläubig.

Mit vier Monaten hat mein Sohn kein Interesse mehr an seiner Milchflasche  als Hauptgang gehabt. Er wollte viel lieber etwas richtiges essen. Also habe ich angefangen ihm seinen Brei selbst zu kochen. So konnte ich Zutaten und Zuckergehalt selbst bestimmen. Mein Sohn war im Geschmackshimmel. Dieser kleine Knirps hat seine Breie geliebt. Mit der Zeit kamen immer mehr Zutaten dazu und ich fing an, die Breie etwas auf mein späteres Kochen abzustimmen ( Beispiel Nudeln Bolognese: Nudeln gekocht, Hackfleisch mit Tomaten und Möhrchen gekocht und dann alles zusammen pürriert).

Dann irgendwann wollte er gerne etwas selbst kauen (ja es funktioniert auch ohne Zähne, Babies kauen nämlich sehr erfolgreich auf den Felgen, wenn sie es nur wollen) und so langsam verabschiedete sich der Appetit auf pürierte und ungewürzte Breie. Viel mehr fiel der Blick auf meinen Teller und sein Interesse für all die unterschiedlichen Gerichte war geweckt.

Da ich mich selbst sehr gesund ernähre, war es für mich auch nicht umständlich. Er  konnte fast alles essen was ich auch aß.

Bis dahin ist ja noch alles gut. Immernoch kaum künstlichen Zucker und Junkfood. Auch unsere Freizeitbeschäftigung war hervorragend. Baby in Kinderwagen und Buggy geschnallt und raus an die frische Luft zum laufen. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Mami konnte an Ihrer postnatalen Figur arbeiten und Sohn bekam frische Luft und unwahrscheinlich viel Neues zu sehen.

Doch diese Zeit geht rum. Die Kleinen lernen Laufen und wollen die Welt auf Ihre Weise erkunden. Besonders zu Hause. Nichts ist mehr sicher vor diesen kleinen, neugierigen Terrorkrümeln. Es lässt sich nicht vermeiden, dass die ersten blauen Flecken auftauchen ( ob am Beinchen des Kindes oder der Mama, die in einer höchstgewagten Rettungsaktion noch rechtzeitig das Kind vorm Absturz von der Couch rettet) oder plötzlich Sachen in den Mund wandern, die alles andere als gesund sind.

Man geht nicht mehr auf lange Spaziergänge, weil der Nachwuchs definitiv keine Lust hat nur stupide umhergeschoben  zu werden. Man geht auf  Spielplätze, ob indoor oder Outdoor. Man mischt sich unters „Eltern-Volk“ und versucht den kleinen Racker müde zu bekommen. Richtig gelesen, man will seinem Kind die viel zu viele Energie rauben, damit man einfach zu Hause sich mal fünf Minuten hinsetzen kann, während der Kleine Nickerchen macht. Wir sind nämlich keine Roboter. Nein, nein, nein! Wir sind Menschen! Übermüdete Menschen und je mehr diese kleinen Entdecker lernen und können, umso weniger haben wir Zeit uns mal hinzusetzen. Hinzukommt das nicht nur bei Hunger oder voller Windel geschrien wird. Auch wieder ein dickes „Nein, Nein, Nein, Nein, Nein“ ! Jetzt kommen wir in die spannende Phase der verschiedenen Stimmungsschwankungen. Ja, auch hier wieder richtig gelesen. Babies bzw. Kleinkinder entwickeln eigene Stimmung, die am Tag mehrfach wechselt. An manchen mehr und an anderen weniger. Die Tage an denen es etwas mehr ist, bringen Momente herbei, in denen wir die noch eben sicher verstauten spitzen  Gegenständen uns am liebsten zwischen die Augen rammen  würden.

Der Tag kann sehr lange werden, wenn ein Kind schlechte Laune hat. Und man kann sich nunmal nicht 24 Stunden in einem Indoorspielplatz verstecken und das Kind geschützt in Räumen, die aus Gummiwänden bestehen, spielen lassen.

Und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema. Das war mein Anfang eine böse Mami zu werden. Es wird jetzt natürlich den ein oder anderen Aufschrei von Eltern, die noch nicht in dieser Phase sind, geben oder noch viel besser von Kinderlosen.

Und jetzt kommts:

ICH HABE MEIN KIND FERNSEHEN LASSEN!

Es gab Momente, da habe ich mich dafür geschämt. Die waren aber sehr schnell rum, da ich mich einem Kaffee gewidmet habe und mal 5 Minuten durchgeatmet  habe.

Danach hatte ich auch wieder volle power und Lust Türmchen zu bauen und hab auch nicht die Geduld verloren, wenn ich zum zehnten Mal mit den Bauklötzchen beworfen wurde.

Erst wollte ich es geheim halten. Niemandem von meiner „bösen-Mami-Tat“ erzählen. Gerade auf Spielplätzen hört man ja immer wie über Mütter gelästert wird, die Fernsehen  erlauben und noch viel schlimmer (!) Schokolade geben.

Da ich mich jetzt sowieso schon wie ein richtiges Bad-Girl fühlte, dachte ich, ich versuche das mal mit der Schokolade. Man nennt es auch Leben am Limit 😂.

Ich gestehe! Mein Herz ging auf, als ich sah wie mein Sohn sich die Finger ableckte vor lauter Schokoladengenuß.

Doch das schlechte Gewissen kam sofort. Während ich mich auf die Couch setzte und mir eine Mandarine schälte, versuchte ich nachzudenken wieso ich das überhaupt angefangen habe. Da kam plötzlich mein Sohn um die Ecke. Er sah mich mit strahlenden Augen an und zeigte direkt auf die Mandarine. Er aß zwei ganze Mandarinen und einen Viertel Apfel. Er war so happy und gab mir danach sogar einen Kuß, ignorierte den TV und brachte mir Spielzeug, damit wir zusammen spielen.

Und genau da hatte ich meine ganz persönliche Erleuchtung. Ein wenig „böse sein “ ist ok und braucht man auch, aber es hilft einen so viel mehr wieder „lieb “ zu sein.

Was ich damit sagen möchte, mein Sohn darf sich am Tag etwas im Fernsehen anschauen, er bekommt auch mal ein Schokobon, aber genau das macht es zu etwas nicht besonderem für ihn. Er isst lieber Obst, aber manchmal möchte er auch etwas süßes probieren. Das ist auch gut so, wenn man es verbietet, flippen sie später nur noch mehr damit aus. Er darf auch seine geliebten Minions im Fernsehen sehen, das gibt mir am Tag Zeit wieder Kräfte zu sammeln und Dinge im Haushalt oder für die Arbeit zu erledigen. Doch danach liebt er es umso mehr mit Mami oder Papi zu spielen und zu kuscheln und ganz ehrlich ich liebe es danach auch viel mehr und bin richtig froh wieder mit ihm umher zu hüpfen.

Es ist wichtig das im ersten Lebensjahr dem Kind zuckerfreie und gesunde Ernährung beigebracht und verabreicht wird. Sie sind auch noch viel zu klein, um schon Zucker zu verarbeiten. Ich kann jedem auch nur raten die Breie selbst zu kochen. Es geht schnell und man kann viel besser kontrollieren, was das Kind bekommt. Durch den Trick den Brei aus Zutaten meines Essens zuzubereiten, isst mein Kind alles was ich koche. Er ist an mein Essen gewöhnt und der Geschmack ist ihm im gewürzten Zustand nicht fremd. Das war der Grundstein meiner Meinung nach für sein Eßverhalten.

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Ich schrieb ja bereits, dass ich es am Anfang lieber geheim gehalten habe. Doch jetzt schreie ich es raus : „Ich war eine böse Mama und mein Kind und ich sind glücklich darüber !“

Eure Nic ❤

After-Babybauch-Challenge…. Charlotte Würdig, was ist nur in Sie gefahren!

Ui Ui Ui da hat sich wohl jemand ziemlich ins Aus befördert…

Charlotte Würdig machte sich mit ihrem Kommentar über Daniela’s After-Baby-Bauch wohl keine Freunde.

In meinen Augen zu Recht. Ob Prominent oder nicht, man stellt eine andere Frau nicht bloß, nur um sich selbst zu profilieren. Eine Todsünde unter Frauen. Aber viel wichtiger, wie kommt sie darauf, dass es eine Babybauch-Challenge gibt???

Es ist ja schön, wenn jemand kurz nach der Geburt wieder einen flachen Bauch hat, aber doch ist es nunmal nicht allen möglich und auch gar nicht erstrebenswert.

Ohne fremde Hilfe ist es den wenigsten Frauen vergönnt in den ersten drei Monaten überhaupt nur ans Fitnessstudio zu denken. Viel mehr müssen wir uns erstmal von den Strapazen einer Geburt erholen und unseren Körper schonen und viel wichtiger, wir müssen uns bedingungslos um unser Neugeborenes kümmern. Die ersten Wochen waren für mich sehr intensiv und an Schlaf war oft nicht zu denken. Zum Kochen war oft keine Zeit oder auch keine Kraft und wenn ich ehrlich bin, ich habe lieber mein Baby pausenlos betrachtet, während ich auf die bestellte Pizza gewartet habe. Der Alltag und all seine Verpflichtungen und Routinen kommt doch früh genug. Ich habe 32 Jahre meines Lebens darauf gewartet Mutter zu werden, da tausche ich doch nicht in den ersten Wochen als frischgebackenen Mama mein Baby gegen Hanteln ein.

Eine Schwangerschaft ist wirklich sehr belastend für den weiblichen Körper. Man sollte ihm doch wenigstens etwas Ruhe gönnen.

Ich wusste schon während der Schwangerschaft, dass ich gerne wieder nach der Geburt schlank sein möchte, allerdings nicht um jeden Preis. Ich bin ein ungeduldiger Mensch und auch mir ging es nicht schnell genug. Am liebsten wäre ich ins Krankenhaus mit Umstandsmode rein und nach der Geburt mit Wespentaille in hautenger Röhrenjeans wieder raus. Die Realität sieht aber nunmal anders aus. Nach einem Kaiserschnitt darf man erstmal keinen Sport machen, solange man stillt sind Diäten tabu und mal ganz ehrlich, ich wollte erstmal nur an mein Baby denken, bevor ich mich mit Kalorienzählerei beschäftige.

Nach einer Zeit habe ich für mich entschieden, dass ich langsam anfangen kann an meinem Körper zu arbeiten. Ich habe nicht mehr gestillt, Kaiserschnittnarbe etc. verheilt und vor allem ich habe mich an meinen Alltag mit Baby gewöhnt und für mich meinen Weg gefunden ihn zu meistern. Ich habe die Ernährung umgestellt und spielerisch habe ich mit meinem Sohn zusammen angefangen Gymnastik zu machen.

Den Rest der Geschichte kennt Ihr ja , wenn Ihr meinen Blog bis jetzt verfolgt habt.

Ich bin sehr stolz darauf, dass ich mittlerweile über 35 Kilo abgenommen habe, aber mir würde im Traum niemals einfallen eine andere Mutter deswegen runter zu machen. Ich bin stolz auf das was ich geschafft habe, auch wenn andere vielleicht viel mehr geschafft haben.Jede Frau ist einzigartig, jeder Körper verhält sich anders und ganz wichtig wir alle haben unterschiedliche Leben und Möglichkeiten. Und wie Daniela so schön sagte: „Ich war halt lieber zu Hause und habe meine Baby gestillt!”

Egal wie , wann und ob Ihr überhaupt danach wieder zu Eurer Traumfigur gefunden habt, eines sollten wir Mütter doch nicht aus dem Auge verlieren. Wir haben alle eines gemeinsam und das macht uns zu Schwestern. Wir haben alle ein Wunder geschaffen und tragen mehr Liebe in uns, als sich jemand vorstellen kann.

Also liebe Charlotte, eine liebende Mutter interessiert sich nicht dafür, wer am schnellsten einen flachen Bauch bekommen hat 😉 und falls es eine Challenge für Sympathie geben sollte, hast Du diese haushoch verloren.

Eure Nic ❤

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Was ist schon Vergangenheit, wenn man die Zukunft haben kann!

imageHeute Morgen habe ich einen witzigen Spruch auf Facebook gelesen „Wenn die Vergangenheit an die Tür klopft, Mach nicht  auf! Es hat einen Grund, wieso sie vor der Tür steht“

Passender hätte man es nicht ausdrücken können.

Ich kann mich an gewisse Personen erinnern, die auch immer wieder ganz plötzlich aufgetaucht sind. Jedesmal habe ich es optimistisch gesehen und die Türe wieder geöffnet. Ich musste nie wirklich lange warten, bis mir der Grund, wieso sie vor einer verschlossenen Tür standen, wieder eingefallen ist.

Natürlich macht jeder Mensch auch mal einen Fehler und man sollte verzeihen. Aber gewisse Eigenschaften oder Maschen ändern sich nie. Wenn ich genauer nachdenke habe ich nie wegen Kleinigkeiten jemandem die Tür vor der Nase zugeschlagen. Es waren immer gravierende Gründe. Also wieso wieder aufmachen?

Wieso wieder Menschen eine Einladung erteilen, um einem wieder weh zu tun?

Versuchen wir mal die unterschiedlichen Rückkehrer zu analysieren.

Fangen wir mit dem Ex an.

Erstmal müssen wir uns wieder überlegen, wieso jemand der „Ex“ ist. In vielen Fällen hat er so dermaßen unser Vertrauen missbraucht , da sollten wir die Tür erst gar nicht einen Spalt öffnen.

Öffnen wir sie doch, sollten wir uns ersteinmal genau anhören, was er denn vorzubringen  hat. Sorry Jungs, aber Männer neigen dazu sich für etwas zu entschuldigen, einfach nur um ihre Ruhe vor uns zu haben. Ob sie wirklich verstanden haben, was damals schiefgelaufen ist, ist nicht immer klar.

Dann, ganz wichtig, sollten wir uns überlegen in welcher Situation wir gerade sind. Sind wir gerade in einer neuen Beziehung ? Haben wir zur Zeit enormen Erfolg? Sind wir endlich an dem Punkt angelangt, an dem es uns wieder gut geht und wir mit uns selbst wieder glücklich sind?

Wenn Ihr auch nur eine Frage mit einem Ja beantworten könnt, dann macht die Tür lieber wieder ganz schnell zu. Es geht nämlich bei der Rückkehr in keinster  Weise um Euch. Niemand möchte als der Idiot dastehen, der eine Granate gehen lassen hat und/oder sogar an einen anderen verloren hat. Besonders Männer haben den 7. Sinn, wenn es darum geht einen eventuellen Konkurrenten zu erschnüffeln. Sie tauchen meist erst dann auf, wenn ein Artgenosse sich in ihr abgelegtes Revier getraut hat. In den seltensten Fällen geht es dabei um die Frau. Es ist eher ein Machtkampf, Schwanzvergleich. Hat man den Konkurrenten ziehen lassen und sich für den Ex entschieden, wird man ganz schnell merken, dass man wieder genauso uninteressant ist, wie davor….

Ach und lasst Euch nicht täuschen von der Masche, dass sie ja gar nichts von dem Konkurrenten oder dem Erfolg wussten und nur wegen Euch wieder gekommen sind. Die Leute reden und es gibt Social Media. Manchmal reichen ein paar Posts mit Nettigkeiten von einem anderen aus, damit der Ex gewarnt ist.

Darüber hinaus habe ich eine Sache wirklich gelernt. Liebe ist einfach. Sie ist nicht kompliziert. Umstände können kompliziert sein (unterschiedliche Wohnorte etc.), aber die Liebe ist eine ganz einfache Sache. Ist sie echt und vorhanden, dann werden Hürden übersprungen und Wege eingeschlagen, um beisammen zu sein. Alles andere ist dann leider keine Liebe. Egal welch ein Telefonmuffel ein Mann ist, bei der Richtigen hängt er dauernd an der Leitung. Männer sind einfach gestrickt. Unnötig von uns Frauen uns den Kopf über irgendwelche Gründe, wieso er mal wieder nicht angerufen hat etc. zu zerbrechen. Hätte er gewollt, hätte er angerufen. Punkt !

Männer sind keine Schweine. Sie verhalten sich nur meistens wie welche, wenn sie nicht lieben.

Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen. Diese eine Ausnahme, die wirklich keine Schuld hatte, als sie z.B mit der besten Freundin im Bett war, weil eine halbe Stunde vorher diese Ausnahme einen Autounfall hatte und an Amnesie litt. Ja diese Ausnahmen gibts. Für den Rest sollte man definitiv die Türe verschließen. Die Gefahr hinterher sich noch viel schlechter zu fühlen ist viel zu groß. Ausserdem ist es auch für den Mann eine tolle Lektion. Er wird uns natürlich nicht gleich dafür danken, aber für seine Zukunft ist es wichtig zu lernen, wann es genug ist 😉 ( Einer der Gründe wieso ich meinen Ex nicht blockiere, er sollte doch immer wieder die Chance haben, sich bei mir  bedanken zu können hehehe)

Dann gibt es noch die Freundin aus der Vergangenheit.

Auch hier sollte man sich wieder den Grund des Bruches ins Gedächnis rufen. Man hat einfach keine gute Begründung dafür, wenn man jemanden bestiehlt, mit dem Mann der Freundin ins Bett geht oder einen mutwillig in Schwierigkeiten bringt.

Oft kommen diese auch nur dann wieder zu Dir zurück, wenn sie an einem Tiefpunkt angekommen sind. Alleine, Pleite, krank etc.

Bist Du Dir sicher, dass Du dafür Deine Tür öffnen möchtest?

In einer Frauenfreundschaft wird nunmal gerne gezickt, geschmollt und gebockt. Alles schön und gut, aber eine richtige Freundin, wird Dich niemals  mit z.B oben genannten Gründen enttäuschen.

Kommen wir zur 3. Kategorie.

Die Menschen mit denen man nie wirklich warm geworden ist.

Nicht umsonst sagt man „man kann sich nicht riechen“.

Es gibt einfach Menschen, mit denen wird man sich nie wirklich gut verstehen. Man hat sie auch nicht vermisst oder an sie gedacht bis zu dem Zeitpunkt als sie an der Tür geklopft haben. Ganz ehrlich, wieso Zeit verschwenden. Es wird auch dieses Mal nicht besser.

Man muss nicht jeden lieb haben auf der Welt und von jedem geliebt werden. Wichtig ist aber, überhaupt jemanden zu lieben oder geliebt zu werden. Egal ob von der Mutter, Partner oder besten Freundin. Lieber verschließe ich meine Türen für oben genannte Vergangenheit und habe Platz in meinem Haus für meine Zukunft. Für alle die, die wirklich mit mir  sein wollen und noch in mein Leben treten wollen, um zu bleiben.

Es lebe die Zukunft !

Eure Nic ❤

Brief an meinen Sohn

„Mein geliebter Sohn,

heute vor einem Jahr bist Du geboren und nichts war auf einmal so wie es vorher war.

Selbst in dem letzten Jahr habe ich immer noch nicht die richtigen Worte gefunden, um zu beschreiben wieviel Du mir bedeutest.

Ich kann es nicht erklären, aber von Anfang an habe ich ein besonderes Gespür gehabt was Dich betrifft.

Noch heute kann ich mich erinnern, wie eine Freundin mich anlächelte und mir ungläubig zuhörte, als ich ihr berichtete, dass ich das Gefühl habe, dass Du drei Tage vorher gezeugt wurdest. Ich wusste es einfach. Ich habe Dich einfach gespürt. Obwohl die ersten 2 Tests Deine Existenz auch geleugnet haben, wusste ich von Anfang an, dass Du schon ganz nah unter meinem Herzen bist. Der Dritte gab mir endlich recht und in diesem Moment wusste ich sofort, das Du mein erster Sohn wirst. Ich wusste es einfach. Jeder hat mich belächelt, aber ich hatte immer Recht. Es ist schwierig zu beschreiben, aber ich habe noch nie so eine Bindung gefühlt und bis heute habe ich einfach immer das richtige Gefühl gehabt, wenn es um Dich ging. Du hast mir die Schwangerschaft nicht immer so einfach gemacht. So viel Temperament. Schlaflose Nächte, Schmerzen, Übelkeit etc. Ich bin bis heute kein Fan des Schwangerseins, aber ich bin ein riesen Fan von Dir. Dein Herz schlagen zu hören, Deine Tritte und Bewegungen zu fühlen, haben mich alles überstehen lassen und mich mit einer unendlichen Freude und Liebe erfüllt.

Dein Papa und ich haben immer viel gewitzelt und uns ausgemalt wie Dein Charakter sein wird. Jetzt durften wir Dich ja kennenlernen und das Interessante ist, dass wir wirklich mit vielem richtig lagen.

Ich kenne Dich mein Sohn. Ich kenne Dich schon, da wussten wir noch gar nichts von Deiner Existenz.

Ich werde nicht immer alles recht machen können, ich werde Dich nicht vor jeder Enttäuschung bewahren können, aber ich werde Dich immer kennen. Immer wissen, wer Du bist. Du bist ein Teil von mir und Du bist das andere Ende einer Bindung, die bei mir beginnt.

Ein Jahr wirst Du heute. Die erste Zahl auf Deinem Kuchen. Das erste Geburtstagslied nur für Dich.

Deine Mami weint heute. Sie weint vor lauter Glück, Stolz und unendlich viel Liebe.

Du warst so klein und zart. Wolltest immer ganz nah bei mir sein. Dein Schnuller war fast größer als Dein ganzer Kopf und jetzt? Jetzt rennst du mit lautem Lachen durch das ganze Haus. Schreist Deine ersten Worte schon lauthals den ganzen Tag durch die Gegend und knackst jede Kindersicherung. Es ist zwar nur ein Jahr, aber welche Wege wir gemeinsam gegangen sind und welche Entwicklung Du hingelegt hast, ist für mich wie ein reines Wunder.

Die ersten Koliken, der erste Zahn, das erste Mal bei den Laufversuchen hingefallen. All die Tränen die ich getrocknet habe… Das war erst der Anfang, mein geliebter Schatz. Ich werde immer da sein, hinter Dir stehen und Deine Hand halten. Ich werde Dir Deine Tränen trocknen und ich werde Dich beschützen so gut es geht. Ich werde Dir all mein Wissen mitgeben und Dir beim aneignen weiteren Wissens immer zur Seite stehen und Dich ermutigen und unterstützen.

Ich werde Dir immer eine Hand reichen, damit Du wieder aufstehen kannst, nachdem Du gefallen bist.

Dir helfen Deine Träume zu realisieren. Dir zeigen, dass Du niemals aufgeben darfst, denn manchmal kommt das Glück und der Erfolg erst etwas später. Ich werde immer da sein, egal was ist, egal was passiert. Ich bin süchtig nach dem Klang Deines Lachens und ich werde in meinem Leben alles dafür tun, dass es jeden Tag erklingt.

Du bist jetzt ein Jahr auf dieser Welt, aber Du warst mein ganzes Leben bereits in meinen Träumen.

Ich kenne Dich!

Ich liebe Dich!

Happy Birthday mein Junge!

Deine unendlich glückliche und stolze Mami <3“Bild Baby

Schüttel Deinen Speck……oder wirf ihn doch einfach weg! Endgültig!

imageWas ein tolles Wetter! Perfekt um weiter die restlichen überschüssigen Pfunde los zu werden.

Ich habe in meiner Schwangerschaft 20 Kilo zugenommen, allerdings hatte ich schon davor ordentlich zugelegt , da ich mich ziemlich ungesund ernährt habe. Nach der Geburt meines Sohnes hatte ich die Nase voll. Ich wollte mich wieder wohlfühlen. Die erste Schlappe bekam ich, als ich feststellen musste, dass ich nicht nur runder , sondern auch älter geworden bin und irgendwie das Abnehmen plötzlich gar nicht mehr so einfach ist. Früher habe ich zwei Tage lang nach 18:00 Uhr nicht mehr gegessen und der Bauch war Flach. Heute passiert da mal rein gar nichts , selbst nach einer Woche Dinnercancelling…

Also musste ich mir etwas einfallen lassen…

Ernährungsumstellung, Paar kleine Tricks und auf jedenfall Sport haben mich bis jetzt 29 Kilo in elf Monaten abnehmen lassen.

Ich habe aber mir von Anfang an bewusst gemacht ,dass Diäten die einen riesigen Erfolg in einer kurzen Zeit Versprechen, nichts von Dauer sind. Außerdem habe ich keine Lust auf Jo-Jo-Effekt.

Ich war faul, hab Sport gehasst und Fast-Food war mein bester Freund.

Damit ist Schluss. Ich werde Euch in der nächsten Zeit leckere Gerichte zeigen, die gesund sind und bei mir die Pfunde purzeln ließen und wie Ihr in Euren Alltag Sport einbauen könnt und dabei sogar noch Spaß habt.   Besonders für Mami’s , denn mein bester Trainingspartner ist mein Sohn 🙂

Dazu werde ich Euch ein paar Tipps geben, mit welchen Naturschätzen Ihr die Spannkraft Eurer Haut wieder zurück erlangt . Klar gibt es wieder viele Rezepte .

Bleibt also weiter dran!

Ich habe mir ein weiteres Ziel gesetzt und vielleicht habt Ihr ja Lust mitzumachen und noch etwas Speck abzuwerfen.

Eure Nic ❤

Everybody´s Darling? Nein Danke….

Keep SmilingErst vor kurzem habe ich wieder so eine Situation erlebt. Ich stellte mir die Frage: Kann ich oder will ich es jedem recht machen?! Dieser Moment brachte mich wieder leicht zum Nachdenken.

Egal ob in einer Beziehung, Ehe oder im Beruf, muss Ich jedem gefallen?! Muss ich es jedem recht machen?! Früher hab ich mir darüber mehr Gedanken gemacht als heute. Bis ich zu einem Punkt kam, an dem ich mich selbst gefunden hatte. Ist es wichtig nach außen hin gut da zu stehen?! Muss ich mit jedem klar kommen?! Muss mich jeder mögen?! Nein…Es gehört zum Leben dazu, diese Erfahrung zu machen.

Auch wenn ich ein fröhlicher, offener und herzlicher Mensch bin, wollte ich nie Everybody´s Darling sein. Daran dachte ich nicht mal im Traum. Wichtig ist, so zu sein wie man ist, nämlich authentisch.

Ob Freunde, Familie oder im Geschäft jeder hat einfach seine eigene Art, entweder man kommt mit einem zurecht oder nicht. Oder?! Es ist ausschlaggebend, dass Du für Dich die richtigen Menschen um Dich herum hast.

Es ist nicht relevant jedem zu gefallen, egal ob äußerlich oder charakterlich. Ich gehe meinen Weg-mit oder ohne. Habt Ihr Euch auch schon diese Fragen gestellt?!

Wie seht Ihr das?!

Mal wieder Fragen über Fragen…Lasst es raus schreibt und kommentiert 🙂

Ich möchte gerne wissen wie Ihr das seht….

Eine der wichtigsten Personen in meinem Leben hat mal zu mir gesagt:

Das Leben ist wie eine Zugfahrt, viele steigen ein, aber nicht alle bleiben sitzen. Erst recht nicht bis zum Schluss. In diesem Sinne….

Habt eine tolle Zeit und Ihr könnt auch gerne direkt an uns schreiben glamfamwoman@gmail.com 🙂

Eure Ali ❤

Mom@Work ! Spagat zwischen Business und Windeln!

Bist Du Mama und berufstätig?

Oder möchtest Du ein Baby und glaubst Du kannst in Deinem Job ohne jegliche Peinlichkeiten, Störungen etc. wie vorher glänzen?

Dann solltest Du weiterlesen…

Ich hab auch zu den Großmäulern gehört, die immer prahlten, dass ich mir genau einen Plan gemacht habe, wie es beruflich weitergeht, wenn ich ein Kind habe.

Die Theorie war ja auch super… Ich bin selbständig, kann von zu Hause aus arbeiten und wenn ich auswärtige Geschäftstermine habe, dann kommt Oma.

Super Plan.

Wie gesagt in der Theorie… In der Praxis wurde ich spätestens heute eines besseren belehrt…

Mein Sohn ist fast ein Jahr alt. Er ist schon sehr aktiv und die Zeiten in denen er vor sich hinglugsend im Bettchen lag, sind lange vorbei. Er hat meinen Laptop und das Telefon zu seinen persönlichen Feinden erkoren.

Seit neustem fängt er an schrill zu schreien, sobald ich den Hörer am Ohr habe oder sobald der Laptop an ist, wird systematisch darauf rumgekloppt oder der Stromstecker wird gezogen. Ich kann ihn ja schon verstehen, er weiß ganz genau wann Mami ihm nicht hundertprozentige Aufmerksamkeit schenkt. Doch so ganz ohne Rechner und Telefon lässt sich mein erarbeitetes Homeoffice nicht realisieren. Mittlerweile versuche ich Power-Working sobald er ein Mittagsschläfchen macht oder ich fahre zig Runden mit dem Auto bis er eingeschlafen ist und telefoniere dann meine Kunden ab.

Tief in meinem Inneren wusste ich ja insgeheim, dass es nicht so einfach sein wird wie meine romantischen Phantasien vor der Schwangerschaft. Doch die Hoffnung stirbt zu Letzt.

Der Schlafmangel und das ständige bereitstehen als Mutter rauben einem auch enorme Kraft. Doch heute wusste ich nicht, ob ich lachen oder im Boden versinken soll.

Ich habe alles straff geplant. Ich bin früh aufgestanden, bevor meine zwei Männer wach waren. So konnte ich duschen und hatte sogar die Zeit meine Haare zu föhnen und etwas Make up aufzulegen. Ich sah endlich mal wieder wie eine ernstzunehmende Geschäftsfrau aus. Mein Mann fing später an zu arbeiten, somit war sogar ein frischer Kaffee für mich noch drin. Ich habe Kaffee nie gemocht, aber spätestens nach den ersten Wochen der Geburt habe ich angefangen ihn zu lieben und er ist fast auf der gleichen Stufe wie mein Mann…aber nur fasst 😉 .

Seit Tagen hatte ich mal wieder einen Grund mein frisch gereinigtes Kostüm anzuziehen. So noch eine letzte Umarmung und einen Dicken Schmatzer.

Als mein Termin so ziemlich dem Ende zuging, fing mein Kunde an zu lachen. „Ich wollte mir nichts anmerken lassen, aber….“ Und zeigte auf meine Haare. Erschrocken griff ich mir an den Hinterkopf. In meinen langen Locken klebte ein Baby-Feuchttuch und dessen Inhalt an meinen Haaren fest. Der braune Inhalt ließ mich erstmal kurz erstarren ( man kann sich ja vorstellen, für was ich die braune Masse erst hiet) , doch es stellte sich heraus, dass mein kleiner Terrorist wohl versucht hat heimlich von Papi´s Toblerone zu naschen und dabei erwischt wurde. Nur anstatt ihm die klebrige Masse mit dem Feuchttuch aus dem Gesicht zu wischen und dann anschließend das Feuchttuch zu entsorgen, ließ mein Mann es liegen. Bei der Verabschiedung muss mein Kleiner es wohl irgendwie geschafft haben, es in meine Haare zu schmieren.

2,5 Stunden habe ich mich darauf konzentriert eine seriöse Businessfrau zu sein und ein gutes Geschäft zu machen. 2,5 Stunden wollte ich als ernstzunehmende Partnerin gesehen werden und nicht als Mami.

Aber mein „Mamidasein“ verfolgt mich bis in den Job.

Heute war es wirklich extrem, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich gar nicht daran erinnern, wann ich auf einem Termin war und z.B. nicht anstelle dem Stift ein Babyspielzeug aus meiner Handtasche gezogen habe.

Es stimmt wohl was man sagt. Man ist einfach immer eine Mama!

Ich gehe jetzt mal Haare waschen und dann esse ich die Toblerone von meinem Mann.

Strafe muss sein 😉 !

Eure Nic ❤

Den Begriff „Alleinerziehend“ falsch verstehen ….

Blumen lilaGestern bekam ich eine merkwürdige Unterhaltung zweier Mütter am Rand des Babybeckens im Schwimmbad mit.

Mich hat das Gespräch so beschäftigt, dass ich unbedingt darüber schreiben musste.

Lauschen gehört sich ja eigentlich nicht, aber die Lautstärke und der Inhalt der Unterhaltung ließen mich nicht wiederstehen…

Die eine Dame beschwerte sich lautstark darüber, dass Sie es wohl leid ist immer alles alleine mit den Kindern zu unternehmen, da ihr Mann die Zeit wohl lieber im Büro verbringt.

Zustimmend nickte Ihre Gesprächspartnerin die ganze Zeit und zu guter Letzt kam der Satz, der mich zum Nachdenken brachte:

„Ach meine Liebe, ich weiß wie Du Dich fühlst. Bei uns zu Hause läuft es ähnlich. Bis auf Sonntag bin ich eine Alleinerziehende!“

Da war es! Das Wort „Alleinerziehende“ in Verbindung mit in einer Partnerschaft lebenden Mutter.

Kann man es denn überhaupt so nennen?

Auch wenn der Mann die meiste Zeit auf der Arbeit ist, aber ist es denn nicht etwas anderes, wenn niemand nach Feierabend nach Hause kommt?

Ich habe sofort über mein Leben nachgedacht und geistig versucht zu vergleichen.

Mein Mann arbeitet auch sehr viel. Durch seine Führungsposition bleiben Überstunden leider nicht aus und auch schon die freien Tage gingen wegen dem Job drauf.

Bin ich jetzt auch eine Teilzeit-Alleinerziehende?

Irgendetwas sagte mir, dass es Falsch ist.

Ich habe sofort als ich zu Hause war meine Freundin Emma angerufen.

Emma ist Mitte dreißig, hat zwei Kinder und ist seit zwei Jahren von Ihrem Exmann getrennt lebend und seit einem Jahr geschieden. Beide Kinder leben bei Ihr und sind alle zwei Wochen bei Ihrem Vater.

Ich erzählte Emma die Geschichte und plötzlich fing sie lautstark an zu lachen.

„Glaubst Du wirklich, man kann das mit dem Leben einer Alleinerziehenden vergleichen? Ein viel arbeitender Mann alleine reicht bei weitem nicht dazu aus, sich als alleinerziehend zu bezeichnen.“

Ich machte mir einen Kaffee, dieses Telefonat wird etwas länger dauern…

„Als ich Michael damals verlassen habe, dachte ich auch es wird sich nicht viel ändern, da er ja ständig auf der Arbeit war oder beim Sport. Ich stellte es mir sogar etwas einfacher vor, da ich nicht mehr seinen Dreck wegmachen oder seine Wäsche waschen musste.

Die Realität als er auszog traf mich recht unvorbereitet. Jetzt war ich wirklich alleine.

Michael und ich hatten immer so unsere Probleme und wir hatten so viele unterschiedliche Interessen, das hat unsere Liebe nicht ausgehalten. Dennoch lassen wir mal unsere Differenzen bei Seite, aber ich war trotzdem nicht ganz alleine.

Oft wenn er abends von der Arbeit kam, stahl ich mich zu ihm ins Bad und während er duschte erzählte ich ihm von unserem Tag. Heute ist niemand abends da.

Einmal hatten die Kids und ich gleichzeitig eine fiese Grippe, ich konnte trotz Mami-Power nicht aufstehen. Er nahm sich frei und kümmerte sich um uns. Heute bete ich jeden Tag für meine Gesundheit und nehme zig Vitamine etc. da ich nicht weiß was passiert, wenn ich krank bin.

Natürlich könnte sich Michael jetzt auch frei nehmen, aber 1. möchte ich ihm nicht das Gefühl geben, dass ich nicht mit der Situation zu Recht komme und 2. Würde sich trotzdem niemand um mich kümmern. Er würde eventuell die Kinder holen, aber alleine wäre ich trotzdem.

Mein Großer ist zu Zeit etwas schräg drauf. Pubertät lässt grüßen. Er wird des Öfteren schon ziemlich frech und kommt auf die dümmsten Gedanken. Ich muss damit alleine fertig werden. Früher hat mich Michael abends in den Arm genommen, wenn ich traurig war, weil mein ältester Sohn mich bis zur Verzweiflung getrieben hat. Heute muss ich es mit mir alleine ausmachen oder ich rufe eine Freundin an. Aber im Endeffekt stehe ich damit alleine da.

Besonders als die kleinen noch Minis waren, war sein Feierabend (wenn auch sehr spät) für mich die Möglichkeit in Ruhe zu duschen oder mal einfach in Ruhe zu essen.

Jetzt hat niemand Feierabend und kommt heim, ich muss immer funktionieren.

Und keiner sitzt mehr mit mir im selben Boot und rudert mit.

Mit Kindern trifft man dauernd wichtige Entscheidungen und jetzt treffe ich sie ganz alleine.

Ich bin nun ganz alleine für Erziehung etc. verantwortlich.

Ach und übrigens, mit zwei Kindern alleinerziehend zu sein bringt auch enorme finanzielle Verluste mit sich daher. Da Kitas hier im Umfeld erst um 8:00 Uhr aufmachen und um 16:00 Uhr schließen, kann ich gerade mal eine Halbtagsstelle annehmen. Unterhalt und Unterstützung reichen gerade fürs Notwendige. Ein Urlaub ist nicht drin oder sonstige extra Ausgaben. Gar nicht zu erwähnen, wie viele Frauen von Ihren Ex-Partnern nicht unterstützt werden etc.

Ich liebe meine Kinder und würde alles für sie tun. Ich bereue auch als Frau die Scheidung nicht, allerdings wünschte ich mir sehr oft es wäre etwas einfacher und ich müsste nicht 7 Tage die Woche rund um die Uhr alles alleine managen.

Ungerechterweise ist es auch für uns alleinerziehende Frauen viel schwieriger einen neuen Partner zu finden als für Männer. Man ist natürlich auch nicht so zeitlich flexibel wie ein Mann, der nur alle zwei Wochen seine Kinder hat. Nicht jeder hat Familie und Freunde zum Babysitten.

Ich will nicht sagen, dass wir die besseren Mütter sind oder ihr euren Job nur zur Hälfte macht. Ich weiß ja schließlich wie es in einer Partnerschaft ist, da ist es auch nicht immer einfach und es gibt viele Themen mit denen man sich als Alleinerziehende nicht befassen muss, aber man sollte einfach den Unterschied zwischen beiden Varianten kennen.“

Ich habe gestern lange wach gelegen und darüber nachgedacht. Ich werde meine Leistung als Mutter nicht herunterspielen, weil ich einen Ehemann habe und nicht alleinerziehend bin, das ist vollkommener Quatsch. Egal wie, wir alle haben mal gute und mal etwas härtere Tage. Aber in Zukunft werde ich Emma öfter ein offenes Ohr schenken, anstatt selbst rum zu jammern.

Was denkt Ihr darüber?

Kennt Ihr diese Situation?

Möchtet Ihr uns von Eurer Situation berichten?

Ich freue mich über Eure Meinung, ob als Post oder als Email an glamfamwoman@gmail.com.

Mein Fazit ist:

Egal wie, wo und wer, wir sind alle eine GLAMFAMWOMAN und haben unsere eigene Geschichte .

Schönen Sonntag meine Lieben

Eure Nic ❤